Dienstag, März 24, 2015

Zuhause gesucht für ♥♥♥Shania und Toscal♥♥♥, sie hatten ein Leben in Dreck und Müll

             ♥♥♥Shania und Toscal♥♥♥

Auf einem Spaziergang habe ich zwei halbverhungerte Hunde gefunden, an Ketten, ohne Wasser und das schon vermutlich sehr lange. Ein Hund hatte die Kette nur noch 2 cm zur Verfügung, er konnte weder richtig stehen noch liegen oder sitzen, halbgeduckt stand er in dem kleinen Verschlag und jaulte und zitterte. Der andere Hund hatte eine etwas längere Kette, war ebenfalls abgemagert und hat beide Ohren voller Fliegenmaden und Geschwüren, außerdem ein total vereitertes Auge. Überall Knochen (vielleicht von anderen Hunden) und zernagte alte Halsbänder, sowie Müll, Dreck, Kot und leere Alkoholflaschen.
 Ein wirkliches Hundeelend...Beide Tiere haben erst mal etliche Liter Wasser getrunken und dann jede Menge Trockenfutter in sich hinein geschlungen.Ich habe Futter, Wasser,Leinen und Halsbänder gekauft und versucht den Freiraum etwas zu vergrößern, dann genügend Wasser und Futter hin gestellt. Danach ging das Telefonieren los...und die Frage....WER HILFT MIR? Das Tierheim welches ich angerufen habe hatte nur den AB an und hat sich auch nicht gemeldet auf die Nachricht und Bitte zu helfen,. Hilfe kam dann von Myrna aus dem Süden, mit ihr habe ich im Süden eine Zeit lang zusammen Tierschutz betrieben. Sie hat mit Sylvia vom Tierheim Punta Brava Kontakt aufgenommen und mebenfalls bis spät in die Nacht mit der Polizei gesprochen.
Ein wirkliches Hundeelend...Beide Tiere haben erst mal etliche Liter Wasser getrunken und dann jede Menge Trockenfutter in sich hinein geschlungen.Ich habe Futter, Wasser,Leinen und Halsbänder gekauft und versucht den Freiraum etwas zu vergrößern, dann genügend Wasser und Futter hin gestellt. Danach ging das Telefonieren los...und die Frage....WER HILFT MIR?


 Das Tierheim welches ich angerufen habe hatte nur den AB an und hat sich auch nicht gemeldet auf die Nachricht und Bitte zu helfen,. Hilfe kam dann von Myrna aus dem Süden, mit ihr habe ich im Süden eine Zeit lang zusammen Tierschutz betrieben. Sie hat mit Sylvia vom Tierheim Punta Brava Kontakt aufgenommen und mebenfalls bis spät in die Nacht mit der Polizei gesprochen. Am nächsten Morgen bin ich zum Vereinbartem Treffen mit der Polizei,aber da gab es Zwischenfälle die dringender waren und so bin ich dann zu den Hunden und habe neu Wasser und Futter aufgefüllt.
Der Hundehalter muss in der zwischenzeit da gewesen sein, denn der kleinere Hund war wieder an der gleichen Stelle angebunden wie am Tag zuvor und die Leine war etliche Male am Pfosten umwickelt, sodass der Hund wieder nur ein paar Zentimenter Spielraum hatte, entweder weil er selber gekreist war oder warum auch immer. Ich hatte diesesmal eine 5 m Leine mitgebracht und habe ihn daran festgemacht, so hatte er wirklich Freiraum. Die Hunde hatten das ganze Wasser getrunken, was müssen sie durstig gewesen sein, es waren immerhin 8 l zusammen.
Inzwischen hatte ich Kontakt mit Sylvia und es ergaben sich neue erfreuliche Wendungen. Nachmittags hat die Polizei die Hunde vor Ort beschlagnahmt und es ist eine Anzeige an den Besitzer gegangen, ein Ziegenhirt. Beide Hunde sind nun in der Tierklinik und ich habe die Möglichkeit morgen bei den Untersuchungen dabei zu sein. Danach kommen sie in das Tierheim Punta Brava und können, wenn sie sich erholt haben und kastriert sind usw, hoffentlich ein glückliches neues Leben bei neuen Hundeeltern haben. Die kleine Hündin , ich habe sie Shania getauft hat leider Filaria und muss erst einmal mit Tabletten, dann einen Monat lang mit Spritzen versorgt werden. Das der Test positiv ist, belegt ja leider nicht in welchem Stadium sich die Filaria befindet und wie groß die Würmer schon sinmd und wieweit das Herz angegriffen ist. Dafür müsste man eine spezielle und sehr teure und aufwendige Herzsonografie machen. Die Behandlung bleibt aber immer die Gleiche, deswegen hätte solch eine Untersuchung keine therapeutische Konsequenz.
Nicht alle Hunde vertragen die Behandlung, sie ist sehr kräftezehrend. Aber diese Hunde hier sind noch jung, ca 1-2 Jahre alt und haben alle Chancen. Der Rüde wird gleich mit therapiert, danach kann man dann den regelmäßigen Jahresschutz anfangen. Beide Hunde hatten die Schwänze kopiert, leider immer noch ein weit verbreitetes Phänomen hier, angeblich soll es  "hygienischer" sein. Die Ohrspitzen beider Hunde sind voller Wunden und Krusten und Entzündungen, ebenfalls an den Ballen befinden sich Schürfwunden und Verletzungen. Nachdem die Hunde in den letzten eineinhalb Tagen von mir über 8 l Wasser bekommen hatten und insgesamt 8 kg Trockenfutter, welches ich in zwei großen Plasikeimern hin gestellt hatte, waren sie auch nicht mehr so dünn und exikiert. Sie hatten die gesamten 8 l Wasser getrunken und von den 8 kg Futter war nur noch ein kleiner Rest da....was müssen sie für Hunger und Durst gelitten haben. Hätte ich die Beiden nicht gefunden, wäre zumindest die Hündin in nächster Zeit elendlich an ihrer Filaria verendet.
Nun können Beide bald in das Tierheim, werden gebadet und dann hoffentlich bald vermittelt an Menschen, wo sie es gut haben werden und gut versorgt werden. Vielleicht ja sogar zusammen, denn irgendwie gehören sie ja zusammen, haben die ganze Zeit ihres Lebens dort zsammen verbracht und doch getrennt voneinander, denn der Ziegenhirte hatte wohl Angst, dass der Rüde Shania decken könnte, denn beide Hunde sind nicht kastriert. Das wird dann natürlich nach erfolgter Filariabehandlung auch noch gemacht.
 Mein Dank geht an Myrna im Süden, die alles angeleiert hat und ebenso an Sylvia, die unermüdlich Verhandlungen geführt hat und nicht zuletzt an das Tierheim Pu nta Brava, wo sie jetzt ihrem neuen Leben entgegen sehen können
ALLES IST GUT VERLAUFEN UND ICH BIN SUUUUUUPER GLÜCKLICH       

Nun suchen Beide ein neues Zuhause, sie können aber auch einzeln vermittelt werden. Die Filariabehandlung ist erfolgreich verlaufen und  Toscal hat einen Schaden am re. Auge. Es war zu lange entzündet. Alles ist behandelt und ansonsten sind sie gesund und voller Lebensfreude.

Info und Kontakt:  akima@t-online.de      

  

Wir suchen auch dringend Futterpatenschaften für all unsere Hunde: Bitte den Namen des Hundes angeben, Sie bekommen dann eine URkunde
  

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                                                     Hier das passende Video dazu










Samstag, März 21, 2015

Malaya ....alte Hundedame mit Riesentumor unter dem Bauch

Die unglaubliche Rettung von Malaya, der 

 Podencohündin mit dem Riesentumor

 

 INFO ÜBER FILARIA HIER


die Tumoren
Das Elend von Malaya (wir haben ihr den Namen gegeben) wurde uns von lieben Mitmenschen gemeldet, die die Hündin beim spazieren gehen gesichtet hatten.
Malaya lebte  in einem  Gehege,  ohne Kette und mit anderen Hunden zusammen. Das Gehege war groß und sie ist in einem guten Ernährungszustand, aber sie hat einen großen Tumor unter ihrem Bauch, der sie wirklich behindert und offensichtlich Schmerzem bereitet.
Malaya wurde mit Hilfe der Behörden und der Polizei, die den Besitzer ausfindig gemacht hatte in die Tierklinik gebracht und es wurde dort ein hormonell bedingter riesiger Tumor diagnostiziert, außerdem war sie Filaria positiv, d. h., sie hatte Herzwürmer.
Der Besitzer des Hundes wollte sie unbedingt wieder zurück haben, denn er hatte kein Geld für die Op-Kosten. Nach langen Gesprächen war er einsichtig und überschrieb die Hündin dem Verein.
Jetzt konnte Malaya operiert werden und ebenso eine gezielte Behandlung gegen die Filaria bekommen.  Nach der OP kommt Malaya in eine tolles neues Zuhause im Süden von Teneriffa, wo noch andere Podencos leben. 

bei Anne in Arico
Da sie ja schon 11 Jahre alt ist, wird sie dort ihren Lebensabend ohne Tumor und ohne Schmerzen verleben dürfen. Sie wird das erste Mal in ihrem Leben auf weichen Decken schlafen dürfen und bei Regen und Kälte einen warmen und geborgenen Platz haben.

Der ehemalige Besitzer kann sie dort jederzeit besuchen und auch er hat einen großen Schritt in Sachen Tierschutz hier auf der Insel geleistet, indem er eingewilligt  hat und ihr somit dieses neue Leben ermöglichen konnte.Nicht jeder Jagdhundbesitzer hier auf der Insel fällt die Entscheidungen zum Wohl ihere Hunde.
Malaya ist eine große hellfarbene Podencohündin. Sie war in einem sehr gutem Ernährungszustand als wir sie bekamen. Der Besitzer hatte  gut gefüttert und auch ebenso der Impfpass war lückenlos eingetragen. Leider ist es ja in Spanien nicht Pflicht die eigenen Hunde vor Herzwürmern zu schützen in Form von Monatstabletten oder Jahresspritzen. Auch die Aufklärung auf diesem Gebiet ist eher sehr spärlich, ich glaube, es ist den meisten Jägern und auch Haustierhaltern nicht bewusst, wie qualvoll  und langsam der Tod ist, wenn das Herz von innen durch Würmer aufgefressen wird. 
Akima und Ruben, der ehemalige Besitzer
Auf diesem Gebiet gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Es wäre am Besten, wenn das ebenso wie die Impfungen gesetzlich geregelt wäre.  Malaya ist eine sehr ausgeglichene Hündin und  der Besitzer zeigte uns, dass  er schon eine emotionale Bindung zu seiner Hündin hatte. Wieso, weshalb, warum er nicht vorher zu einer OP bereit war??? 
Vielen Menschen fehlt auch einfach das Geld dazu, man weiß es nicht genau, manchmal sind die Dinge auch komplizierter wie man denkt und so sind wir sehr froh, dass er diesen sehr verantwortungsvollen Schritt freiwillig gemacht hat, obwohl er es erst nicht wollte. 
Es ist auch wohl sicherlich zu einem sehr großem Teil den diplomatischen Gesprächsverhandlungen von Sylvia Felst zu verdanken, die es nach mehreren langen Gesprächen geschafft hat ein für die Hündin gutes Ende zu erreichen....ganz ohne Behörden und Polizei und der damit verbundenen Zwangsenteignung.  Ruben führt sie dann in ihre neue Heimat und es dauert gar nicht lange, da steht sie schon wedelnd inmitten all der anderen Hunde und ist interessiert an allem was sie sieht und auch riecht. Es gibt einen Patio und ein Garten, aber auch in die Zimmer dürfen die Hunde. Es gibt noch mehrere Podencos hier a, auch eine Galga, außerdem noch etliche kleine Hunden. Malaya wird es gut Ruben führt sie dann in ihre neue Heimat und es dauert gar nicht lange, da steht sie schon wedelnd inmitten all der anderen Hunde und ist interessiert an allem was sie sieht und auch riecht. Es gibt einen Patio und ein Garten, aber auch in die Zimmer dürfen die Hunde. Es gibt noch mehrere Podencos hier a, auch eine Galga, außerdem noch etliche kleine Hunde.aben. Sylvia nutzte die Gunst der Stunde und  hatte ein ernstes Gespräch mit Ruben wegen der fehlenden Filariabehandlungen seiner restlichen Podencos.
Malaya wird es gut Ruben führt sie dann in ihre neue Heimat und es dauert gar nicht lange, da steht sie schon wedelnd inmitten all der anderen Hunde und ist interessiert an allem was sie sieht und auch riecht. Es gibt einen Patio und ein Garten, aber auch in die Zimmer dürfen die Hunde. Es gibt noch mehrere Podencos hier a, auch eine Galga, außerdem noch etliche kleine Hunde.aben. Sylvia nutzte die Gunst der Stunde und  hatte ein ernstes Gespräch mit Ruben wegen 

Malaya nach der OP
der fehlenden Filariabehandlungen seiner restlichen Podencos.
Ruben war sehr  interessiert an Allem und man merkte, dass er das Problem bisher nur sehr flüchtig bdacht hatte. Er lud uns zu sich ein, damit wir uns mal zusammen das Gehege anschauen können, sicher werden wir das demnächst machen.  Malaya hat die erste Nacht an den Füßen von Anne im Schlafzimmer verbracht, das erste Mal in ihrem Leben, dass sie in einem Zimmer geschlafen hat, aber sie hat es sehr genossen auf der weichen Decke, Am nächsten Morgen ist Malaya raus und hat erst einmal ein Sonnenbad genommenMorgen bekommt sie die Drainage gezogen und nun kann auch die Filariabehandlung starten, denn sie hatte ja auch den Test positiv. Einen Monat Tabletten und danach ein Monat Spritzen. Wir hoffen sehr, dass sie diese Behandlung gut verträgt, denn das ist immer eine heikle Angelegenheit und eine sehr große Belastung für den Hund. Wir wünschen Malaya nur noch unbeschwerte schöne Tage für den Rest ihres Lebens, da sie ja schon 11 1/2 Jahre ist, hat sie sich den Lebensabend jetzt verdient. 


Sylvia und Malaya nach der OP
Der Besitzer kommt jetzt auch mit uns, wenn wir Malaya zu ihrer neuen Familie bringen. MUCHAS GRACIAS Ruben und Sylvia.. Malaya íst nun in ihrer neuen Heimat angekommen, eine kleine Finca in Arico Viejo. Ruben, der ehemalige Besitzer begleitet uns und das ist auch gut so, denn so kann er sehen, wie Malaya und die anderen Hunde in Frieden und gut versorgt Ruben führt sie dann in ihre neue Heimat und es dauert gar nicht lange, da steht sie schon wedelnd inmitten all der anderen Hunde und ist interessiert an allem was sie sieht und auch riecht. Es gibt einen Patio und ein Garten, aber auch in die Zimmer dürfen die Hunde. Es gibt noch mehrere Podencos hier a, auch eine Galga, außerdem noch etliche kleine Hunde. Malaya wird es gut haben. Sylvia nutzte die Gunst der Stunde und  hatte ein ernstes Gespräch mit Ruben wegen der fehlenden Filariabehandlungen seiner restlichen Podencos. dort leben. Malaya geht es überraschend gut nach ihrer großen OP. Sie muss noch ein paar Tage eine Halskrause tragen, damit sie sich nicht die sehr lange Narbe aufkratzt. Bei Anne angekommen hat sie zuerst einmal Angst in den Patio zu gehen, die Bellerei der anderen Hunde verschreckt sie und sie hat Angst.


Die Drainage ist jetzt gezogen worden und auch hier war Malaya sehr lieb, so sagte es mir Myrna. Es ist eine kleine Entzündung, aber die wird nun mit Antibiotica behandelt und wenn alles verheilt ist, dann kann die Filariabehandlung anfangen. Sicherlich kann bald die Tüte auch endlich weg und dann kann Malaya ihren Lebensabend im "Hundeparadies" verbringen.


Malaya bei Anne zur Pflege
In der Nacht schläft Malaya im Zimmer, gut zugedeckt und genießt offensichtlich die Pflege und die Wärme, eine gute Bedingung, um gesund zu werden. Tagsüber ist sie auch draußen und nimmt dort gerne ein Sonnenbad. Alle Hunde verstehen sich sehr gut und leben sozial miteinander. Auch die Tüte ist inzwischen ab und so hat Malaya inzwischen sogar angefangen übermütig mit den anderen Hunden zu spielen. Inzwischen sind zwei Wochen vergangen und Malaya hat sich super eingelebt. Sie verträgt sich mit allen Hunden und hängt sehr an Anne, begleitet sie auf Schritt und Tritt. Die Gartenanlage ist jetzt auch eingezäunt, sodass die Podencos einen eigenen Auslauf haben. Nun kann auch endlich die Filariabehandlung angefangen werden, denn diese ist leider immer mit einem hohen Risiko für den Hund verbunden und kann leider Komplikationen verursachen.




Wir wünschen ihr weiterhin alles Gute!!!!!!!!!!!!!!

                                    
   Hier noch einmal einen großen Dank an Sylvia für diesen Entschluss Malaya gegen alle Widerstände operieren zu lassen, um ihr so einen hoffentlich noch schönen Lebensabend zu ermöglichen

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Montag, Februar 23, 2015

Dacil, Podencohündin mit filigranen Beinen und großer Hundeseele



Dacil, Prinzessin der Herzen.....

 Ich hatte Besuch von Gabriela auf Teneriffa, sie hat schon einen Podenco von mir adoptiert, den Magic, den ich auf der Straße aufgelesen hatte.Wir hatten einen wunderbaren Tag oben im Nationalpark Teide verbracht, auf ca 2000 m Höhe und es war langsam an der Zeit die Heimfahrt anzubrechen. Aber kaum, dass wir im Auto saßen und richtig in Fahrt waren, da sahen wir sie schon....
Akima mit Dacil
Sie lief planlos und im wirren zick-zack über die
ziemlich schnell befahrene Straße, aber immer wieder scheu Ausschau haltend nach Autos. Uns war sofort klar, sie war bei der Jagd verloren gegangen, denn sie suchte offensichtlich ihr Rudel. Und uns war auch klar, wir mussten sie fangen, denn es war noch eine Frage von kurzer Zeit, dass ein Autofahrer sie erwischen würde.
Ankunft auf der Pflegestelle



Einige Autofahrer wichen ihr aus, fuhren aber weiter, denn es ist absolut keine Seltenheit in dieser Gegend verlassenen und umherirrende Podencos zu sehen, oftmals bis zum Skelett abgemagert und verletzt. Kaum einer macht sich da die Mühe solch ein Tier einzufangen oder zu helfen, es gehört zur "Normalität". Gabriela stieg aus und ich steuerte das Auto ganz langsam mittig auf der Straße, damit die anderen Autofahrer gezwungen waren hinter uns zu halten, oder zumindest sehr langsam zu fahren. Ich habe immer Trockenfutter im Auto und so versuchte Gabriela die Hündin in der Hocke sitzend zu sich zu locken. Aber immer, wenn es so schien, als würde sie endlich ganz nah heran kommen, kam wieder ein lautes Motorrad oder ein ganz ungeduldiger Autofahrer, laut schimpfend oder hupend und alle Mühe war umsonst. Dann kam ein Cabriofahrer, er dachte wohl, der Hund wäre uns aus dem Auto entwischt und würde uns gehören und er half, indem er mit mir zusammen eine Barriere auf der Straße baute und so den Freiraum des Podencos einzuengen.
große Liebe von Anfang an
Nach etlichen Versuchen gelang es Gabriele durch ganz vorsichtiges und leises Reden und dem Futter Dacil an dem Rest eines Strickes, der um ihren Hals geschlungen war zu fassen. Ohne zu zögern nahm sie die filigran gebaute Hündin direkt auf den Arm und brachte sie schnell zu mir ins Auto.  Uff, das war noch mal gut gegangen, schnell die Fenster hoch und meinen Fips beruhigen, der ja auf der Rückbank saß und seinen Augen nicht traute, als Dacil plötzlich neben ihm landete. Aber er hat ja solche Aktionen schon oft miterlerbt und auch immer wieder mit ansehen müssen, wie sein Futter, seine Decken usw. dann plötzlich für einen anderen Hund gebraucht wurden. 

Dacil, jetzt eine "Schweizerin"
Dacil war stumm, ergeben und ziemlich verdutzt, also sie startete überhaupt keine Fluchtversuche, sondern saß erhobenen Kopfes und sehr interessiert neben Fips und betrachte ihr Umfeld. 
Zuerst einmal fressen und jede Menge Wasser. Dann eine kurze Inspektion an ihren Körper und Zustand. Sie schien ziemlich jung, also ca 1-2 Jahre alt zu sein, hatte viele Schnittwunden an den Pfoten und unteren Gliedmaßen, war abgemagert, aber noch so gerade erträglich und schien Menschen gewohnt zu sein, hatte keinerlei Berührungsängste oder Agressionen. 
Nun begann für mich erst mal eine wilde Telefoniererei mit der Frage: wohin zuerst mal mit ihr, denn ich wohne in einem Studio, hatte dort Besuch und selber einen Hund.
Nach langem Hin und her hatten wir ein Date unten in der Nähe von La Orotava mit einer Podenco-Tierschützerin. Sie wollte sich Dacil persönlich anschauen und dann entscheiden, ob sie vorübergehend in eines ihrer Rudel passen würde. Gott sei Dank war es Hochsommer und lange hell. Wir trafen uns und es war sehr schnell klar, Dacil kann erst mal zu ihr. Also brachten wir sie in das kleine Rudel, solange, bis Dacil beim Arzt war und sie entwurmt und versorgt war.
Ich hatte schon bemerkt, dass Gabriela eine ganz besondere Beziehung zu Dacil hatte. Sie konnte sich schon an diesem Abend fast nicht mehr von ihr trennen. Im Auto, kurz nachdem wir die Fangaktion gemacht hatten, haben wir der Hündin auch sofort den Namen "Dacil"  gegeben, sie sollte kein "Namenloses Wesen" sein.
Die Princessa ganz gracil
Gabriela war sich sicher, sie findet in ihrem Umkreis neue Besitzer für Dacil, der bisherige Besitzer konnte nicht ausfindig gemacht werden, Dacil war nicht geschipt oder Tätowiert. So verließen wir zwar glücklich über die gelungenen Rettung, jedoch auch mit leichtem Unbehagen die Pflegestelle, denn wir hatten versprochen, Dacil so schnell wie möglich zu vermitteln, also natürlich nachdem sie sterilisiert, geimpft und auf  Krankheiten getestet wurde.

Nach einer Woche besuchten wir Dacil wieder in der Pflegestelle. Sie hatte alle medizinischen Bedingungen erledigt und war gesund und munter, sie hatte etwas zugenommen und die Schnitte waren auch am heilen. Morgen würde ich Gabriela zum Flughafen bringen, sie musste zurück in die Schweiz zu ihren drei zwei anderen Hunden und ihren drei Katzen.
Wiederum nach zwei Wochen hatten wir einen Flugpaten gefunden und Dacil konnte in die Schweiz in ihr neues Zuhause fliegen.                                      

Superstar

Wie das Leben es manchmal so einrichtet. Die Leute, die sich ursprünglich für Dacil interessiert hatten nahmen Abstand von einer Adoption, sie hatten sich einen Podenco nicht so groß vorgestellt. 
Aber ich wusste ja, warum es alles so sein musste, denn Dacil blieb natürlich bei Gabriela. Sie verträgt sich mit den Katzen, schmust mit ihnen, teilt das Bettchen mit ihnen und sie ist "evrybodys darling". Magic, ihr neuer Bruder ist verliebt in sie und auch draußen benimmt sie sich so, als hätte sie niemals schlechte Zeiten gehabt. Vergessen all die Wunden und Ängste, die mangelnde Pflege und vergessen ihr altes Leben als Jagdhund.








Dacil hat eine ganz große Hundeseele, voller Liebe und Zuneigung zu allen Menschen und anderen Lebewesen. Sie ist treu ergeben, hat es aber auch faustdick hinter den Riesenohren, wenn  sie mal nicht die Nummer eins ist. Sie will unbedingt ihr neues Zuhause behalten und ist jetzt eine glückliche und zufriedene Podencohündin in der Schweiz, mit großen Wiesen hinterm Haus, die es zu erlaufen und erkunden gilt. 
Danke Gabriela, du hast ihr ein tolles, neues Leben geschenkt und ich hoffe nur sehr, dass uns so etwas bei deinem nächsten Besuch nicht gleich wieder passiert.
Und weil Dacil wirklich so ein fotogener Hiund ist, hier anschließend noch eine kleine Fotogalerie mit Bildern in ihrem neuen Zuhause, mit ihren tierischen Mitbewohnern und in ihrem wunderbarem Umfeld.



Freitag, Januar 02, 2015

Magic wird zum Zauberer der Herzen

MAGIC   Der Zauberer der Herzen

VORWORT

Das große Leid der Podencos.....
Leider gibt es auf allen Kanareninseln unglaubliche Missstände
und unglaubliches Leid und Elend der so wunderschönen,
sozialen und fragilen, landestypischen Jaghundsorte
den Podencos Canarias
Am häufigsten nehmen die Jäger zur Jagd den Podenco Canario mit, Beim Wandern 
trifft man häufig auf diese Hunde, von denen keine Gefahr ausgeht. 

Die Jäger sind mit manchmal mit über 10 Hunden auf der Kaninchenjagd. Der Podenco Canario ist schnell und jagt mit allen Sinnen, Sicht, Gehör und Nase, welche bestens ausgebildet sind. Häufig kommt noch ein Frettchen bei der Jagd zum Einsatz, das in den Kaninchenbau entlassen wird, nachdem der Podenco Canario ein Kaninchen aufgespürt hat. Kommen die Kaninchen raus, werden sie von den Hunden gefasst oder vom Jäger mit Schrot geschossen. Die Kaninchen spürt er mit Hilfe des Geruch und Gehörsinnes tief im Boden auf. Dabei bellt er selten und zeigt sich sehr diszipliniert. Hitze erträgt er bestens und kann unermüdlich jagen.

Warum streunen soviele Podenco Canarios herum ? Viele verirren sich oder entfernen sich zu weit und müssen zurückgelassen werden. Die Hunde sind so abgelenkt von allem was sich bewegt, Geräusche macht oder riecht, daß man rufen kann und kaum eine Reaktion bekommt. Das Einsammeln der Hunde kann Stunden dauern.


und nun zu ♥♥MAGIC♥♥

Magic ist mir an einem sonnigen Inseltag direkt vor das Auto gelaufen. Ich habe das Auto schnell an der Seite geparkt und versucht ihn daran zu hindern ständig, und so wie ein neues Auto in Sicht war , die Straße erneut zu überqueren.

Ein mittelgroßer Rauhaarpodenco, sehr dünn, aber nicht so abgemagert wie ich es schon in den Wäldern gesehen hatte.

Ich bin sicher, dass er bei der Jagd "zurückgelassen" worden ist, denn Meagic suchte
offensichtlich nach einem Auto und auch nach anderen Hunden. Das immer wieder überqueren der sehr befahrenen Straße brachte nicht nur ihn, sondern auch mich in Gefahr. Kein Autofahrer hielt an um zu helfen, es kümmerte überhaupt Niemanden, das dieser Hund da mitten auf der Straße herumlief.
 Magic suchte auch offensichtlich in den nahe stehenden Mülleimern der Käserei nach Nahrungsresten, denn die Behälter waren alle umgeworfen.

Es dauerte eine Weile, bis ich Magic so fassen konnte, dass ich ihn hochheben konnte. Er war zutraulich, aber immer auf einen Sprung zum  auf und davon Rennen.
Ich packte ihn also und dachte mir, am Besten sitzt er hinten im (offenem) Kofferraum. Leider hatte ich nocht nicht einmal eine Zweite Leine und ein Halsband im Auto. Fips, mein kleiner Terriermischling saß vorne re auf dem Beifahrersitz angeschnallt und als Magic ihn sah, da wurde er total hektisch. Fips bellte wie toll und ich war gerade mal 1 km auf der Autobahn Richtung Süden gefahren, da übernahm Magic die Führung.
Mit einem Riesensprung landete er von ganz hinten nach ganz vorne, direkt zwischen den Sitzen und genau auf der Schaltung. Ein wahnsinniges Gerangel entsatnd, Fips flippte förmlich aus, Magic schrie und ich sah rein gar nichts mehr.
Wie ich den Wagen dann an den Rand abgeparkt bekam weiß ich nicht mehr genau, aber ich hatte einen schönen Schreck.
Ich nahm die Leine von Fips und versuchte ein Halsbandähnliches Teil zu machen. Ging nicht! Dann band ich ihm meinen langen Schal als Schlinge um den Hals und macht die Leine darum, band  diese hinten auf dem Rücksitz eng um die Kopfstütze und betete zu Gott, dass diese Konstruktion die 40 km bis ins befreundete "Live Arico" hielt.
Es hielt, wenn auch provisorisch. Am Tierheim musste ich mich nun sofort wieder von Magic trennen, denn ihn konnte ich nicht mit nach Hause nehmen, das hätte Ärger in der Urbanisation gegeben, denn meine Pflegehunde, die Kleinen, wurden so lalala geduldet, aber ein Podenco, der vielleicht noch nie in einer Wohnung gelebt hat, das war dann schon schwierig.
So kam Magic in ein Freigehege mit vielen anderen großen Hunden . Und es brach mir fast das Herz, er schaute mir nach mit einem Blick der tief und verletzt war.
Ich versprach ihm alles zu tun, um ihn da wieder raus zu holen.

Zuhause verteilte ich diese Story auf meiner damaligen FB Seite und ich teilte und teilte und teilte.....Und was soll ich sagen.....ich hatte Erfolg.....
Gabriela meldete sich bei mir und bot zuerst einmal einen Pflegeplatz für Magic an, mit der Option auf Festplatz, wenn sich Magic gut vertragen würde mit dem Rest der Familie, sprich: Katzen und andere Hunde..
Au-Weia..... Magic war für die Jagd mitgenommen worden, wie könnte das gehen?

Erste Zweifel machten sich bei mir breit . Aber ich vertraute dem Charackter von Magic, ich hatte ganz einfach das Gefühl, dass er eine Familie haben wollte und eigentlich die Jagd gar nicht sein Ding war.

Es gab viele Gespräche mit Gabriela und dann musste noch ein Flugpate gefunden werden. In der Zwischenzeit habe ich Magic noch mal besucht in Live Arico, aber es war keine gute Idee. Als er mich sah , da rannte er zum Maschendrahtzaun und biss ständig darein und schrie so fürchterlich, dass es mir noch Tage danach durch Mark und Bein ging. Wir beschlossen dann gemeinsam, dass ich vorerst auf die Besuche verzichten sollte.

Dann war es endlich soweit und Magic konnte seine Reise in ein glücklicheres Leben antreten.Ich glaube, er merkte, dass nun ein neues Leben beginnen sollte. Er war ruhig und ausgeglichen und ich war froh, dass ich ihn wenigstens noch einmal am Flughafen sehen konnte.
Ich war eigentlich aufgeregter wie er, denn ich machte mir Sorgen, ob auch alles gut gehen würde.
Noch in der Nacht hat mich Gabriela angerufen, dass alles gut verlaufen war und Magic sich in seiner neuen Umgebung direkt gut eingefügt hat.Gabriela hat ihn zur Sicherheit erst mal an einer Leine gelassen, aber Magic machte alles richtig.
Es gab auch die nächsten Tage keine Beschwerden oder Probleme. Es dauerte nicht lange, da kam das erste Bild von Magic mit seinen Katzengeschwistern eng zusammen. Ich war sehr glücklich und noch glücklicher, als Gabriela mir mitteilte, dass er bleiben darf.













Magic entwickelte sich zu einem sehr liebevollen Familienhund, die Jagd hat er vergessen und sein bisheriges Leben auch. Aber er hatte noch eine überraschende  OP vor sich.

Was keiner bisher mitbekommen hatte, Magic hatte eine Platte und einen Nagel im Hinterlauf, sehr stümperhaft gemacht, denn der Nagel war viel zu lang und reizte beim Laufen ständig das Gelenk . Dadurch hatte Magic Schmerzen und nun musste das Ganze neu gemacht werden.
Magic hat diese OP mit bravur  gemeistert und ist nun, Dank Gabrielas Fürsorge und Liebe nun der glücklichste Hund geworden, den man sich vorstellen kann


Mit seiner liebevollen und feinfühligen Seele ist er ein wirklicher Zauberer und begeistert alle Menschen um sich herum.  Mich hatte er auch direkt mit dem ersten Blick aus seinen Rehbraunen Augen mitten ins Herz getroffen und   so hat sich auch hier wieder mal bewiesen, dass mein Aufgabe  und Tätigkeit hier auf Teneriffa ein Geben und Nehmen von Liebe ist. Es zeigt mir, diese Arbeit fortzusetzten, solange ich in der Lage bin .




hier ein paar Sätze von Gabriela über Magic....

du solltest den magic sehen der schläft tief und fest auf dem sofa neben barush :)) er gehört dazu als wäre er immer da gewesen er ist eben ein zauberer mit sanftem herz :) er schmust mit den katzen und reibt seinen kopf an ihnen er ist wirklich ein zauberer der herzen erobert :) er ist eine besondere seele!!! :wolke1:
ich arbeite morgen den ganzen tag und magic kommt mit er ist der liebling unserer patientinnen :) ich arbeite ja mit jungen frauen mit psychischen problemen :)
sie lieben ihn und er ist so süss mit ihnen
es ist so ein Jammer, dass Magic nun noch solch eine große OP vor sich hat....

Es ist so wunderbar, dass Magic nun dort bleiben darf , für immer......

Mittwoch, Dezember 17, 2014

Alegra, oder die wunderbare Wandlung....

♥♥Alegra♥♥

Als ich sie im Wald auf dem einsamen Weg hoch in den Bergen fand, da war sie alles andere als fröhlich oder glücklich.
Wie ein Häufchen Elend lag sie dort mitten auf dem Wanderweg, zusammengekauert, ohne das abgemagerte Köpfchen zu heben.


so habe ich sie gefunden

 Die mageren Rippen stachen aus ihrem Körper, der Kopf schien unnatürlich groß, da der Körper so geschrumpft war. Als ich sie ansprach wedelte sie ein paar Mal schwach, ansonsten keinerlei Reaktion. Mir war sofort klar, dieser Hund hatte sich zum Sterben hingelegt, er hatte sich aufgegeben.
nach drei Tagen
Ich stellte sie auf die Beine, aber sie fiel sofort wieder um... Ich hatte etwas Wasser im Rucksack, goss es in eine kleine Tüte und sie hat sofort gierig eine kleine Wasserflasche voll getrunken, ebenso meine drei Hundeplätzchen schluckte sie gierig herunter, ohne zu kauen, so am Stück.
Ich nahm sie auf den Arm , ließ meinen Hund Fips frei laufen und trug  die ca 4-5 kg Lebendgewicht die 4 km den Berg herunter bis zu meinem Auto. Dort gab ich ihr noch einmal Wasser, ich glaube, sie hat auf einen Schlag einen halben Liter getrunken.
Unterwegs hatte ich schon Renate vom Tierschutz aus der Urbanisation angerufen, sie hatte inzwischen einen Termin beim Tierarzt für mich gemacht. 
Der Tierarzt gab ihr  eine Aufbauspritze und widerlegte meine Idee, dass es ein Welpe sei durch eine Inspektion der Zähne. Die Hündin war ausgewachsen und ca 1 1/2 Jahre alt, ein Mischling aus: Bardino-Boxer und..und..und...
Ich schwor mir, sie zum glücklichsten und fröhlichsten Hund der Erde zu machen und dort bekam sie dann auch den Namen "Alegra" von mir.
nach 10 Tagen
Nun bekam Alegra schon vor der Türe das erste mal zu fressen, wir hatten nichts anderes wie Katzen-Nassfutter und so schlang sie drei Päckchen davon herunter. Mit diesm Fressen erwachte ihr Lebenswille wieder und sie versuchte sich zu stellen, ja sogar zu laufen.
Ich packte sie ins Auto, hielt unterwegs noch einmal kurz und holte 3 kg Hähnchenfleisch, Möhren, Vollkornreis und Hefeflocken, sowie Lebertran.

Zuhause kochte ich ihr sofort ein tolles 
 Hühnergericht und  sie fraß so schnell, gierig ohne zu kauen, dass mir Angst wurde. Dieses Spiel wiederholte sich dann alle zwei Stunden, auch des nachts. Sie zitterte und schlotterte und so wickelte ich sie in Decken ein, darunter eine Wärmeflasche und ab in das Körbchen von Fips, der das auch widerstandslos akzeptierte.
Beim Arzt habe ich Alegra gewogen, sie wog dort 4,8 kg und sie sollte ein Endgewicht von ca 13 bis höchstens 14 kg bekommen.
erste Ausflüge nach 2 Wochen
Alegra machte riesige Fortschritte, ich konnte zusehen wie sie zunahm und jeden Tag ein wenig frecher. Sie ist ein wundervoller Hund, fröhlich, anschmiegsam, sozial, aufgeweckt und vor allem dankbar mit einem Riesenherz voller Liebe zu den Menschen.
Ein paar Tage später habe ich sie in zwei Etappen entwurmt, damit ihre so geschädigte Darmflora nicht sofort wieder einen Rückschlag bekam.
Sie bekam immer noch alle zwei Stunden einen Napf voll, ab und zu mit einem Eigelb oben drauf und ein wenig Kernöl. Und dazu ein Pülverchen für die geschädigte Darmflora und ein wenig Vitamine.
Nach einer Woche wog Alegra 8,4 kg und ich musste nun ganz langsam zurückfahren, also die nächtlichen Mahlzeiten reduzieren.
sie erholt sich
Nun war sie soweit, dass wir die ersten Ausflüge machen konnten, ich wollte schon wissen, wie sie auf andere Hunde und Menschen reagieren würde und wie ihr Jagdverhalten war.

Alegra war draußen sehr lebendig, mit Fips um die Wette rennen, herumtollen und mit anderen Hunden komunizieren war alles kein Problem. Kleine Eidechsen ließen sie unbewegt da stehen und sehr konzentriert und wachsam schauen, ob sie eine erwischen kann. Ich denke, sie ist zur Jagd gebraucht worden und hat in einem Rudel gelebt.
Liebe geben trotz aller Qualen
Anderen Menschen gegenüber zeigt sie sich sehr aufgeschlossen und  kontaktiert sehr liebevoll. Aber wenn sie einen Vogel gesehen hat, dann hat sie angefangen zu trompeten, solche Töne habe ich noch nie von einem Hund gehört. Auch wenn sie Hunde in Gruppen oder angeleint sah und nicht sofort hin konnte, dann war sie fähig sich wie ein Aal aus dem Geschirr zu winden. Mir war klar, mit später noch 5 kg mehr, würde  sie ein Kraftpaket sein und nicht ohne Probleme mal eben an der Leine zu halten sein.



Mit Fips verstand sie sich von Tag zu Tag besser, d. h. mein Fips wollte am Anfang nicht so wie sie, er war eifersüchtig. Aber dann war das Eis gebrochen und die Beiden tobten im Garten herum, als wären sie zusammen aufgewachsen.
Des nachts schliefen beide Hunde bei mir im Bett, Fips durfte es schon immer und Alegra hat sich diesen Status mit viel eigenem Willen und einer wirklichen Sturheit erarbeitet. Ich fand es aber auch irgendwie ungerecht einen Hund neben mir , der Andere unten, naja ...so lag Alegra oben auf einer Decke und Fips auf der anderen Seite an meinen Beinen.
erster Ausflug auf den Schneeteide
Alegra war von Anfang an sauber, sie kratzt an meinem Bein, wenn sie raus muss, aber in der Zeit des nächtlichen Fressens habe ich die Terrassentür soweit offen gelassen, das sie jederzeit heraus konnte in den Garten. Hier auf Teneriffa kann man das so machen mit diesem Klima. Der Filariatest war negativ und ich gab ihr eine Monatsspritze Antifilariamittel zur Vorbeugung, denn in Deutschland braucht sie das ja nicht.
Alegra entwickelte sich wirklich mit meiner Aufbaukost rasant. Sie entwickelte Muskeln und kein Gramm Fett und sah schon nach 10 Tagen sehr proper aus.
Und sie wurde eine richtige Schönheit, mit wunderbaren Augen und einem betörendem Blick.
Und Alegra haart nicht, sie hat kurzes, sehr dichtes und glänzendes Fell, gestromt und leicht borstig.
 Je mehr Alegra zunahm, umso kleiner erschien mir, der zuerst so mächtig wirkende Kopf. Und ganz besonders hübsch sieht ihr schwarzes Dreieck aus, welches sich von der Nase bis hin zwischen die Augen erstreckt.
wie neu geboren
beim Tierarzt
Alegra war schon nach 10 Tagen sehr entspannt und hat es genossen sich auf den Rücken liegend zu wälzen und liebt Streicheleinheiten an Brust und Bauch. Die ersten Tage liebte sie es eher in dicke Decken gehüllt in Fips Körbchen zu liegen.Als bei uns Neuschnee auf dem Teide war, da fuhr ich mit Beiden hoch auf 2200 m in den Schnee, wollte mal sehen, wie sie sich mit solchen unbekannten Elementen machte. Schnee war für sie kein Problem, einmal kurz geschnuppert und dann drauf los, sie hatte sogar ziemlichen Spass dabei. Und sie hatte jetzt schon ordentlich Kraft, ein Powerpaket.Aber als ich sie 10 Minuten alleine angeschnallt im Auto gelassen hatte, ohne Fips, da hatte sie vor Panik ihr Geschirr zerbissen. Mit Fips war das bisher kein Problem, auch nicht das "alleine zu Hause" lassen. 

In der Zwischenzeit hatte ich auf meiner FB Seite Alegras Geschichte gepostet und nach einer neuen Familie oder Pflegestelle gesucht. Und ich hatte Glück und es meldete sich auch eine Pflegestelle, die Alegra zu sich und ihren zwei großen, alten Doggen nehmen wollte. Sogar einen Flugpaten hatten wir auf Anhieb und so waren es jetzt nur noch eine Woche bis zum Abflug. Da gab es jetzt noch eine Menge zu tun.
mit Myrna unterwegs

Es gab nun keine Nachtmahlzeiten mehr und das Essen wurde umgestellt auf sehr gutes Trockenfutter mit etwas Reis und den berühmten Hefeflocken, das funktionierte gut und ohne Probleme. Wenn Alegra Hunger hatte, dann schnappte sie sich den leeren Blechnapf und warf ihn mir vor die Füße, ganz schön klever, gelle.
kurz vor dem Abflug
                                                   Nun ging es ein letztes Mal zum Arzt wegen Impfung, Chip und Ausweispapieren. Cesar war platt, als er Alegra sah, konnte es kaum glauben und ich war mächtig stolz, denn drei Tage vor Abflug, da wog Alegra 12 kg. Von 4,8 kg in noch nicht mal drei Wochen auf muskulöse 12 kg, boh....wir hatten es geschafft.
proper und 7 kg mehr
Wegen ihrer Blutarmut habe ich Alegra dann immer wieder anstatt Möhren Spinat unter das Essen gemischt und sie hat wegen des niedrigen Kaliumspiegels einmal in der Woche eine Banane aus der Hand bekommen, alles hat funktioniert....
Nun galt es noch eine große Reisebox zu kaufen. Dafür fuhren wir mit Myrna, aus dem Tierschutz Arico, nach Sante Cruz de Tenerife zum Großhändler, Alegra immer dabei, ach ja, Autofahren an sich liebt sie, ihr wird auch nicht schlecht, aber sie braucht dringend eine Box im Auto, das konnte ich nicht machen hier mit meinem Kleinstwagen mit Minikofferraum, deswegen war sie bisher nur angeschnallt.
Abschied am Flughafen
                                                                        Beim Großhandel gab es noch einen Zwischenfall, dort kam uns ein bissiger Hund entgegen und wollte meinen Fips an den Hals, richtig heftig....da warf sich Alegra einfach dazwischen mit ihrem ganzen Körper bot sie ihm Schutz. Der Besitzer konnte den bissigen Hund gerade noch rechtzeitig wegnehmen und alles ist gut gegangen, aber sie hat sich so toll verhalten, ich war mächtig stolz auf sie.
Die Box hat Alegra sofort angenommen, mit ein paar Leckerlies habe ich sie rein gelockt und sie gelobt und das Ganze oft wiederholt, mit dem Erfolg, dass sie sogar Stunden darin verbrachte und schlief.
Jetzt sind es nur noch zwei Tage bis zum Flug und mein Herz sagt "aua"!!!
                                                                            Wenn ich in dieses Schnütchen schaue, dann weiß ich wieder, dass jede noch so kleine Tätigkeit im Tierschutz gerechtfertigt ist und sich lohnt. Das Bild in der Box ist mein absolutes Lieblingsbild und zeigt, mit welchem Vertrauen und großer Liebe sie zu mir schaut. Am Abend gab es extra Schmuseeinheiten, Alegra durfte auf meinen Schoß und wir haben wunderbare Minuten des Abschieds verbracht. Sie hat die Augen zu gemacht und es war mir, als würde sie lächeln.
Und Morgen da würde ich sie  entlassen, in den ersten Tag ihres glücklichen und neuen Lebens. 

Alegra ist ein ungeheuer willensstarker Hund. Sie weiß genau was sie will und muss noch viele Dinge lernen. Ich konnte das nicht in den drei Wochen  alles erreichen, aber ich habe mein Bestes gegeben.
Auf dem Flughafen war alles ziemlich chaotisch, leider....
im neuen Zuhause bei Sabine
Alegra hat die Aufregung gespürt und ich musste sie dann vorzeitig in die Box laden, denn sie sah andere Hunde im Terminal und fing wieder an zu trompeten, aber sowas von laut, dass alle Passagiere an den Schaltern sich verwundert umgedreht haben. Und sie hat sich wieder so gewunden, dass ich Angst hatte , das neu gekaufte starke Geschirr würde auch nicht halten, also ab in die Box und dann eine Decke drauf gelegt und die Sicht versperrt. In die Box hatte ich mein Nachthemd gelegt, damit sie den Geruch hat und sich nicht schon wieder verlassen vorkommt. Es alles ganz schön schwierig für mich und sehr emotional, als ich sie so in der verschlossenen Box sah, mit weit aufgerissenen Augen, oh manno, wenn ich doch nur jünger und gesünder wäre, ich hätte sie behalten.

Am Abend bekam ich dann die Nachricht, dass Alegra alles gut überstanden hat und sich auch mit den zwei Doggen hervorragend verstand. Das hatte ich erwartet, denn ich hatte sie ja oft genug mit Hunden beobachtet und zusammengeführt.
neues Geschwisterchen
Also, alles war gut und die Pflegestelle  konnte nur Positives berichten.
Alegra versteht sich super mit den neuen Geschwistern und ist nun endlich wieder in einem größeren Rudel, ich hatte das Gefühl, dass sie das unbedingt brauchte.
Sie ist entspannt und hat mich schon am ersten Tag vergessen...so spielt das Leben eben.
Sie hat einen großen Garten, so wie es hier auch war und darf auch im Bett schlafen. Ich weiß, ohne diesen Körperkontakt da hat sie schlechte Träume und weint im Schlaf.
Sie darf mit auf die Arbeit und benimmt sich überall nur sozial und verträglich.
Ob Alegra vielleicht für immer bleiben darf, das weiß ich nicht, aber ich denke, sie wird sicher bis zu ihrer Sterilisation dort bleiben dürfen.
Alegra durfte den von mir mit so viel Liebe ausgesuchten Namen nicht behalten, ihr Rufname ist jetzt "Vroni". .

Das wäre mein einziger Wunsch gewesen.
Ich wünsche dieser Zaubermaus alles Gute und ein glückliches weiteres Leben.....
Ich werde dich nie vergessen...

Fotografie: Akima Futura
Fotobearbeitung :   Fotoemotion Casagrande